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Die globale Bewegung
Von der Öffentlichkeit gehört, von Menschenrechtsverletzern gefürchtet: Amnesty International ist eine weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich Amnesty gegen schwer wiegende Menschenrechtsverletzungen. Amnesty ist Teil einer Bewegung, in der Menschen zusammenkommen, um sich gemeinsam gegen Menschenrechtsverletzungen einzusetzen - und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret und für Tausende, die in Gefahr sind. 1977 erhielt Amnesty International den Friedensnobelpreis.
Die Stärke von Amnesty liegt im freiwilligen Engagement von mehr als zwei Millionen Menschen weltweit: Junge und Alte verschiedenster Nationalitäten und Kulturen beteiligen sich. Sie alle bringen unterschiedliche religiöse und politische Einstellungen und Lebenserfahrungen mit. Aber alle setzen ihre Kraft und Fantasie ein für eine Welt ohne Menschenrechtsverletzungen. Sie engagieren sich für die Opfer und unterstützen und schützen Menschenrechtsverteidiger. Jeder kann sich an unseren Aktionen beteiligen und Veränderungen bewirken. Das Credo von Amnesty International lautet: Du kannst.
Amnesty International ist in über 100 Ländern vertreten. In Deutschland engagieren sich rund 100.000 UnterstützerInnen in 700 lokalen Gruppen, Jugend-, Länder- und Themenkoordinationsgruppen mit Amnesty für die Verteidigung der Menschenrechte. Amnesty International finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Regierungsgelder nimmt Amnesty nicht an, um finanziell und politisch unabhängig zu bleiben.
Aufbau der Organisation
2,2 Millionen Mitglieder in über 150 Ländern der Welt bilden die Basis von Amnesty International. Die laufenden Geschäfte dieser Sektionen nimmt ein von den Mitgliedern gewählter Vorstand wahr. Größere Sektionen unterhalten in der Regel ein Sekretariat mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Sektionen koordinieren die Arbeit der Mitglieder und sind die Verbindungsstelle zwischen den Gruppen und dem Internationalen Sekretariat in London.
Oberstes Gremium auf internationaler Ebene ist der Internationale Rat. Seine Mitglieder werden aus den Sektionen entsandt. Der Internationale Rat tritt alle zwei Jahre zusammen und legt Politik und Arbeitsweise von Amnesty fest. Außerdem wählt er das Internationale Exekutivkomitee, das die laufenden Geschäfte der Organisation führt. Das Exekutivkomitee ist auch für das Internationale Sekretariat in London verantwortlich, an deren Spitze die internationale Generalsekretärin steht.
Das Internationale Sekretariat: Internationaler Generalsekretär: Salil Shetty
Mitglieder & Unterstützer: mehr als 2,2 Millionen in mehr als 150 Ländern Gegründet: 1961 von Peter Benenson (Rechtsanwalt)
In Deutschland sind die ehrenamtlichen Mitglieder in rund 700 Gruppen organisiert, die wiederum jeweiligen Regionalzusammenschlüssen, den sogenannten Amnesty-Bezirken, zugeordnet sind. Viele Amnesty-Gruppen führen eigene Büros. Insgesamt unterstützen über 100.000 Menschen in Deutschland die Arbeit von Amnesty International. In der deutschen Sektion sind derzeit 52 Teil- und Vollzeitkräfte beschäftigt.
Die deutsche Sektion: Generalsekretärin: Monika Lüke
Mitglieder & Unterstützer: rund 100.000
Gegründet: 1961 u. a. von Carola Stern (Journalistin, gestorben 2006) und Gerd Ruge (Journalist)